AOC hat den 27-Zoll-Monitor Q27G4KDP auf Basis eines vierlagigen WOLED-Panels von LG angekündigt. Das Modell unterstützt zwei Modi: 2560×1440 bei 540 Hz und 1280×720 bei 720 Hz mit einer Spitzenhelligkeit von 1500 Nits.
Das Unternehmen AOC stellte das Modell Q27G4KDP vor, das mit einem Tandem-OLED-Matrix von LG.Display ausgestattet ist. Dieses Panel besteht aus vier sequenziell angeordneten Emissionsschichten, was es ermöglicht, die maximale Helligkeit zu erhöhen, ohne die Degradation der organischen Materialien zu beschleunigen. Die angegebene Reaktionszeit beträgt 0,02 ms GtG, was typisch für die OLED-Technologie ist und Bewegungsunschärfe-Artefakte ausschließt.
Der Monitor arbeitet in zwei prioritären Modi: Bei QuadHD-Auflösung erreicht die Bildwiederholfrequenz 540 Hz, beim Umschalten auf HD (720p) steigt die Frequenz auf 720 Hz. Die Farbvolumenabdeckung wird mit 100 % sRGB und 99,5 % DCI-P3 angegeben. Zur Bildsynchronisation werden Adaptive-Sync und NVIDIA G-Sync Compatible unterstützt. Im Vergleich zum Modell Agon Pro AGP277QKD mit dem gleichen Panel zeichnet sich die neue Version durch eine vereinfachte Farbkalibrierung und ein weniger aggressives Gehäusedesign aus, was den Endpreis beeinflussen wird.
Die Grafikkarte überträgt über DisplayPort 2.1 einen unkomprimierten Videostream. Der im Monitor integrierte Skalierungscontroller behält je nach gewähltem Preset entweder die native Auflösung von 1440p mit 540 Hz bei oder schaltet den Taktgenerator auf den 720p-Modus um, was die Zeilenabtastung auf 720 Hz verdoppelt. Das vierlagige WOLED-Panel erhält gleichzeitig Strom auf allen Emissionsschichten, um die Spitzenhelligkeit von 1500 Nits zu erreichen, während die G-Sync Compatible-Technologie die Pixel-Schaltzeit an die variierende Bildrate der GPU anpasst und Bildrisse beseitigt.
Der Wechsel auf 720p zur Erreichung von 720 Hz ist ein Marketingkompromiss zwischen der Schnittstellenbandbreite und der physikalischen Haltedauer der Subpixel. Der tatsächliche Vorteil dieses Modus zeigt sich nur in Spielen mit einer Dynamik von 600+ fps, wo die Persistenz des Bildes auf der Netzhaut reduziert wird. Allerdings rendern die meisten Szenen-Engines nicht mehr als 500 Bilder in 720p, was die 720 Hz für die aktuelle GPU-Generation situativ überdimensioniert macht.