Drei Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe im Libanon verkündet hatte, kommentierte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu diese Vereinbarung erstmals. Er sprach sich in einer Videoansprache aus. Darüber berichtet NEWSru.co.il.
Netanjahu erklärte, dass er dem Aufruf Trumps zu einer Waffenruhe gefolgt sei. Der israelische Premierminister nannte das Vorhandensein einer historischen Gelegenheit für den Abschluss eines Friedensvertrags mit dem Libanon. Seinen Worten zufolge beabsichtige Präsident Trump, ihn und den libanesischen Präsidenten einzuladen, um zu versuchen, dieses Abkommen voranzutreiben.
Im vergangenen Monat, so Netanjahu, habe der Libanon begonnen, sich mit Aufrufen zu direkten Friedensverhandlungen an Israel zu wenden. Derartige Aufrufe habe es mehr als vierzig Jahre lang nicht gegeben. Der Premierminister teilte mit, dass er diesem Aufruf gefolgt sei und einer Pause zugestimmt habe, die eine vorübergehende Waffenruhe von zehn Tagen darstelle.
Netanjahu betonte, dass Israel zwei grundlegende Forderungen bei den Verhandlungen habe. Die erste Forderung sei die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz. Die zweite Forderung sei ein nachhaltiger Friedensvertrag, den er als Frieden von einer Position der Stärke aus charakterisierte.
Gleichzeitig wies der israelische Premierminister darauf hin, dass er beide Bedingungen abgelehnt habe, auf denen die Hisbollah bestanden habe. Es gehe um den vollständigen Rückzug Israels an die internationale Grenze und um eine Waffenruhe im Format Ruhe gegen Ruhe. Netanjahu schloss, dass keine dieser Bedingungen angenommen worden sei. Er bestätigte, dass Israel im Libanon in einer erweiterten Sicherheitszone bleibe.