Australien schließt Vertrag über die ersten drei japanischen Mehrzweckfregatten ab

Die australische Regierung hat die Verträge für den Bau der ersten drei Mehrzweckfregatten für die Königliche Marine des Landes unterzeichnet. Die Produktion der Schiffe wird das japanische Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries durchführen.

Diese Vereinbarung ist der erste Auslandsverkauf eines neuen japanischen Kriegsschiffs nach dem Ende eines 80-jährigen Moratoriums für Waffenexporte. Japan hatte dieses Verbot nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingeführt.

Es handelt sich um eine modernisierte Version der Mehrzweckfregatten der Mogami-Klasse, die als NewFFM bezeichnet wird. Die australische Marine plant, das erste Schiff im Jahr 2029 zu erhalten.

Die japanische Regierung erlaubte Mitsubishi Heavy Industries die gemeinsame Entwicklung und Produktion neuer Fregatten mit Australien, um sich 2024 an der australischen Ausschreibung zu beteiligen. Das japanische Unternehmen konkurrierte um den Auftrag mit der deutschen Thyssenkrupp Marine Systems, die ihr Projekt MEKO A-200 anbot.

Australien plant die Anschaffung von insgesamt 11 neuen Mehrzweckfregatten. Sie werden die acht veralteten Fregatten der Anzac-Klasse ersetzen, die in den 1990er und frühen 2000er Jahren in Dienst gestellt wurden.

Dem Plan zufolge werden die ersten drei Schiffe in Japan gebaut. Die restlichen acht werden lokal auf der Werft Henderson in Westaustralien produziert.

Die Beschaffung dieser Schiffe entspricht dem Plan der australischen Regierung, die Überwasser-Kampfflotte mehr als zu verdoppeln. Diese Entscheidung wurde nach einer Überprüfung der Marinestruktur im Jahr 2024 getroffen.

Die NewFFM ist ein tiefgreifend modernisierter Nachfolger der Mogami-Fregatte. Das Schiff erhielt größere Abmessungen und eine stärkere Bewaffnung gemäß den neuen Anforderungen der japanischen Marine.

Das neue Schiff ist neun Meter länger geworden. Seine Wasserverdrängung stieg von 3900 auf 4880 Tonnen, was den Einbau von mehr Bewaffnung und eine verbesserte Überlebensfähigkeit ermöglichte. Die Geschwindigkeit bleibt bei 30 Knoten, während die Reichweite 10.000 Seemeilen erreicht.

An Bord wurde ein vertikales Startsystem Mk 41 VLS mit 32 Zellen installiert. Es kann Flugabwehrraketen SM-2 und SM-6 sowie U-Jagd-Raketen tragen. Darüber hinaus ist die Integration von Marinedrohnen für Minenabwehr- und Aufklärungsaufgaben vorgesehen.

Ebenso wie die Schiffe des Basisprojekts Mogami soll die NewFFM eine 127-mm-Artilleriekanone Mk 45 Mod 4 sowie acht Startvorrichtungen für Seezielflugkörper erhalten.