Kolumbiens Präsident Gustavo Petro erklärte, dass die Länder Lateinamerikas möglicherweise einer Welle von Aufständen gegenüberstehen, wenn die Vereinigten Staaten ihre Politik in der Region nicht überdenken. Dies berichtet das Medium El País.
Laut Petro werden die Sanktionen des US-Finanzministeriums als politisches Instrument genutzt, um Regierungen unter Druck zu setzen, die nicht mit der Position Washingtons übereinstimmen. Er zog eine historische Parallele zur Zeit der spanischen Krone, als ein ähnliches System zu Aufständen in Lateinamerika führte. Kolumbiens Präsident ist der Ansicht, dass ein vergleichbares Szenario auch jetzt möglich ist, sollte sich die Politik der USA nicht ändern.
Petro bemerkte zudem, dass die Bombardierungen von Caracas im Rahmen einer Operation zur versuchten Machtübernahme von Nicolás Maduro bei den Führungen lateinamerikanischer Staaten Besorgnis ausgelöst haben.
Gleichzeitig teilte der kolumbianische Präsident mit, dass er eine Arbeitsbeziehung mit Donald Trump pflege. Die Seiten führten kürzlich Verhandlungen, in denen sie versuchten, Meinungsverschiedenheiten auszuräumen.
Petro, der früher Mitglied der linken Bewegung M-19 war, hat die Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Lateinamerika wiederholt kritisiert.